Der letzte Grenzübergang, das letzte Mal Campen, Zelt auf- und abbauen, das letzte Mal Feuer machen, … all das wird uns in den nächsten Tagen erwarten.
Schon vor der Grenze nach Südafrika begegnen uns die ersten Weinfelder, die hier im Tal des Orange Rivers ihre Früchte tragen. Ein Stück weiter verwandelt sich die Landschaft in eine felsige Steinkulisse und begleitet uns bis zum Abend nach Springbok, dem ersten Halt im neuen Land. Am Abend grillen wir wohl das größte Steak auf unserer Reise. Mit 2,2 kg fällt genügend Fleisch für jeden ab.
Steak gibt es auch am nächsten Abend wieder, immerhin sind wir ja in Südafrika und das gehört hier zum guten Ton. In Strandfontein, 300km weiter südlich, grüßen wir den Atlantik, der nur einen Katzensprung von unseren Zelten entfernt ist. Der kleine Küstenort zieht uns sofort in seinen Bann und wir spielen mit dem Gedanken noch einen Tag länger zu verharren. Doch unsere südafrikanischen Freunde drängen zum Aufbruch, da beide einen enger gestrickten Zeitplan verfolgen. Wir werden an anderer Stelle ausgiebig Gelgenheit haben das Meer zu genießen.
Unser Weg führt uns entlang der Küste zurück zu einem guten Freund, dem Schotter, für den wir hier sogar noch Maut zahlen müssen. Diskussionen über Gebühren schlagen fehl und man merkt, dass man schlußendlich die “zivilisierte” Welt erreicht hat. Zum Mittag erreichen wir Paternoster,
ein kleines verträumtes Küstenörtchen, indem Fisch und Chips in Anwesenheit des nun schon altbekannten Freund, dem Atlantik, zu sich genommen wird. Danach geht es mit “sieben Meilen Stiefeln” auf nach Kapstadt. Schon von Weiten ist der Tafelberg deutlich am Horizont zu erkennen. Das 1000m hohe Felsplateu ragt majestätisch inmitten der Küstenstadt empor. Je näher wir der Stadt am Kap kommen, umso mehr Autos füllen die Straßen und bevor wir unser Hostel erreichen, gilt es sich erstmal durch den Feierabendverkehr zu schlagen. Erst auf der im Hostel hängenden Weltkarte realisieren wir die unglaubliche Entfernung, die wir nun zurückgelegt haben.
Am Abend stoßen Brett und Ham zu uns und wir machen uns auf die Suche nach einem
geeigneten Lokal um die Ankunft in Kapstadt zu feiern. Nachdem wir die Straße in beide Richtungen durchschreiten und uns so recht auf nichts einigen können, kehren wir in ein Steaklokal ein, das direkt unter unserem Hostel liegt. Champagner liegt leider außerhalb unseres Budgets aber ein günstiger Schaumwein ist für uns genauso gut. Das Essen ist “nicht von dieser Welt” und der Gaumenschmauß wird es uns in Zukunft unmöglich machen je wieder Steak oder Wienerscnitzel in Deutschland essen zu können. So vergeht der Abend schnell und macht das Aufstehen am nächsten Morgen wieder etwas schwerer.
Heute wollen wir uns das Umland von Kapstadt etwas genauer ansehen und so geht es zuerst zum Chapmanspeak, eine Küstenstraße entlang des Atlantik, bevor wir dann über den Rücken des Tafelberges in Richtung
Stellenbosch fahren. Auf dem Weg dorthin begleiten uns große Townships umringt von Zäunen und es stellt sich die Frage: “Werden diese Menschen von der Fussballweltmeisterschaft profitieren können?” Im Umland von Stellenbosch finden sich viele bekannte Weingüter, die wir uns auch gleich mit anschauen. Spier ist eines der bekanntesten und hat neben der Weinverkostung auch noch eine Gepardenaufzuchtstation zu bieten. So kontrastreich die gerade gelesenen Zeilen mit Township und Weingütern sind, so kontrastreich kann man sich die Aufteilung von Arm und Reich in Kapstadt vorstellen.
Am nächsten Morgen verlässt uns Ham, er muss aus geschäftlichen Gründen weiter nach Port Elizabeth. Am darauffolgenden Morgen bricht Brett ebenfalls in Richtung Osten auf, während wir uns entlang der Küste zu dem offiziellen Endziel unsere Reise bewegen, dem Kap der guten Hoffnung. Doch bevor wir dorthin gelangen, müssen wir erstmal wieder in den Geldbeutel greifen. Das Kap ist nämlich ein Nationalpark und deshalb muss Eintritt bezahlt werden. Von Studententarifen weiß man hier nichts, was der Stimmung einen kleinen Dämpfer verpasst. Doch der anschließende Kaffee und ein gutes Sandwich in der Cafeteria vom Cape Point, an dem sich der atlantische und indische Ozean treffen, bringt uns wieder in die richtige Stimmung. So sitzend und aufs Meer blickend sinnieren wir eine Zeit lang über unsere Reise. Dann ist es soweit, unter den Augen von 20 mürrisch dreinblickenden Touristen fahren wir die Maschinen direkt vor die begehrten CapePoint-Schilder und schießen ein letztes gemeinsames Bild mit den Motorrädern. Nach 5 Monaten, mehr als 25000km Wegstrecke, vielen platten Reifen, zahlreichen Begegnungen und Erlebnissen erreichen wir am 3. April das Kap der guten Hoffnung. Das bringt uns dann doch auch etwas Applaus ein, oder war das nur weil wir nach 30 Minuten den Fotopunkt wieder freigegeben haben? Endziel hin oder her es ist auf jeden Fall noch reichlich Zeit übrig und so beschließen wir in östlicher Richtung nach Hermanus weiter zu fahren. Es ist allerdings Osterwochenende als wir dort an
der Rezeption stehen und somit völlig ausgebucht. Auch der naheliegende Zeltplatz ist restlos voll. Doch ein freundlicher Mitarbeiter eines Hostels weiß Rat und so finden wir nach einem kurzen Telefonat in einer Siedlung am Rande von Hermanus Unterschlupf. Oliviér, Marianna und deren Familie empfangen uns nach allen Regeln der Gastfreundschaft und laden uns auch gleich zum traditionellen Potjie, einer Art Stew aus Kartoffeln, Wasserblume und Rindfleisch ein. Wir verbringen zwei sehr schöne Tage im Kreise der Familie und fühlen uns sehr willkommen. Nochmal vielen Dank an dieser Stelle. Die restliche Zeit in Hermanus wird im Backpackers übernachtet.
Der letzte gemeinsame Ritt von Hermanus nach Kapstadt ist dessen würdig. Die Küstenstraße ist traumhaft kurvig. Rechts geht es steil
hoch bis der Kopf den Anschlag im Genick spürt. Links peitscht der stürmige indische Ozean gegen die Felsenwand. Wir nehmen Kurs auf den internationalen Flughafen und die Zollbehörde um die Flugmodalitäten für Alex und dessen Bike zu klären. Bis auf das die wichtigsten Flugdokumente für sein Motorrad fehlen ist alles klar… Nach Rücksprache mit der Transportfirma in Deutschland wird ein neues Dokument angefertigt um nach einem Tag dann das verloren gegangene in den südafrikanischen Unterlagen wieder zu finden.
Ein letztes Abendessen, ein letztes gemeinsames Bier, … einige Stellen der Reise werden am Abend noch einmal durch philosophiert. Dann steht am nächsten Morgen der Abschied an. Der Hobel ist gepackt. Oli ist startklar. Die Wege werden sich nun endgültig trennen. Alex wird die Zeit bis zu seinem Flug noch in Kapstadt u.a. mit der Besteigung des Tafelberges verbringen. Olis Weg führt weitere 1100km nach Osten. Chintsa heißt der Ort, der etwa 30km östlich von East London liegt, in dem Oli an einer Schule arbeiten wird.
Auf diesem Weg möchte wir uns ganz herzlich bei Euch Lesern bedanken, die uns so aufmerksam die letzten 5 Monate auf unserer Reise begleitet haben. Danke.
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Klick. Klick, klick, klick. Endlich kann man die Motorradstiefel ausziehen. Eben sind wir in Tsumeb angekommen. Der mächtige Okawango Fluss führte uns aus Botswana und ein weiter, kräfteraubender 520km Ritt von der botswanischen Grenze bis eben nach Tsumeb, auf dem uns trockene, ebene Buschlandschaft ohne jegliche Zivilisation begleitete, liegt hinter den Nummernschildern der Bikes. Ziemlich fertig werden die Motorradstiefel in die nicht vorhandene Ecke der Zelte geworfen. …Quantensprung. Zufällig kommen wir zu einer Einweihungsparty… Der namibianische Präsident ist zu Gast. Er weiht den nagelneuen Komplex mit Restaurant,
Konferenzräumen, Swimming Pool mit olympischen Standard, Campingplatz,… am Stadtrand ein. Ein nobles, dreißigminütiges Feuerwerk rundet die pompöse Einweihung ab. Viele Gäste im feschen Zwirrn umringen den Präsidenten. Wir sind mit unseren Shorts und Flip Flops ein wenig underdressed, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch. Nach den Feierlichkeiten lassen Alex und Oli den Tag an der Bar auf Deutsch revú passieren. Gegenüber wird ein Paar auf uns aufmerksam. Wenig Augenblicke später stehen zwei frisch gezapfte Blonde vor uns. Es stellt sich heraus, dass wir gerade die Brauereibesitzer einer neuen Biermarke kennengelernt haben. Das namibianische Paar spricht perfekt Deutsch was sich auf fünf deutsche Generationen seit dem 19. Jahrhundert zurückführen lässt. Zusammen mit Brett, Ham und den Bierbrauern Ulla und Jörg verbringen wir einen feuchtfröhlichen Abend bei reichlich Weizen, Bier uns sonstigen Sorten. Letztendlich fahren wir gut betankt auf dem Dach des Landrovers von Brett und Ham zum Campingplatz zurück. Am nächsten Tag werden alle von schönen Kopfschmerzen zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Es ist Sonntag in Tsumeb. Eine verlassene, ausgestorbene Stadt. Auf das Vorhaben, für das nächste Ziel, den Etosha Nationalpark, ein Auto zu mieten, muss deshalb noch einen weiteren Tag gewarten werden.
Doch dann gehts los. Wir freuen uns tierisch auf den populärsten Nationalpark Namibias. Die alt bekannten Giraffen und Zebras grüßen uns herzlich am Eingang. Allerdings macht uns Brett Sorgen, der anhaltende, starke Kopfschmerzen hat und sich alles andere als gut fühlt. Am nächsten Morgen muss gehandelt werden, da er während der Nacht Schweißausbrüche hatte. Was sich am Anfang als schwerer Kater darstellte, entpuppte sich im Krankenhaus als Malaria.
Wir sind alle ziemlich geschockt. Jedoch ist es das letzte was er möchte, dass wir den Aufenthalt im Etosha Nationalpark verpassen. Mit gemischten Gefühlen setzen wir den Besuch im Landrover fort, auch mit den Gedanken, ob es uns selbst mit Malaria getroffen hat, da wir ebenfalls mit Kopfschmerzen kämpfen. Die Löwen, Nashörner, Gnus, Gemsböcke, … tendieren zur Nebensache. Es wird uns vor Augen geführt, wie zerbrechlich diese Reise doch ist. Wir kehren früher als geplant vom Etosha Nationalpark zurück. Zum Einen sind die vier Tage GameDrive mit Kopfschmerzen genug zum Anderen wollen wir Brett im Krankenhaus besuchen, sehen wie es ihm geht und uns selbst untersuchen lassen. Brett ist weiterhin noch sehr schwach, hat Fieber und vereinzelte Schweißausbrüche. Da es uns ebenfalls nicht gut geht beschließen wir noch ein wenig Zeit in der Stadt zu verbringen. In den Tagen findet Alex einen neuen Hinterreifen nicht weit entfernt von Tsumeb. Der Reifenwechsel verläuft problemlos bzw. professionell im Gegensatz zu Olis Reifenwechsel in Maun / Botswana wo wir mit einem Landcruiser über den alten Motorradreifen fuhren um diesen in das Felgenbett zu drücken.
Am Tag unserer Abreise Richtung Atlantik wird Brett noch etwas schwächelnd aber guter Dinge vom Krankenhaus entlassen. Trotz der Kopfschmerzen und Mattheit entschließen wir uns aufzubrechen. In Otjiwarongo steigen wir bei einem deutschen Konditor ab. Der deutsche
Meisterbrief hängt stolz über dem Türrahmen und ein freundliches Hallo kommt einem von der anderen Seite der Theken entgegen. Bei Kaffee und Kuchen lässt man es sich gut gehen. Allerdings macht Alex der klimatisierte Raum zu schaffen und er beginnt plötzlich zu zittern. Zurück an der frischen Luft ist alles wieder Ok. Komisch. Nach weiteren 100km in Omaruru ist dann Schluß. Es wird direkt ins Krankenhaus gefahren. Alle Tests sind wiederum negativ und der “lustige” Krankenpfleger zieht alle Register von Saft bis Infusion um Alex wieder auf den besseren Weg zu führen. In der Krankenstation könnte man eine lupenreine Fernsehsendung (”Gute Zeiten, schlechte Zeiten”) drehen. Krankenschwestern schreiben ihren Freunden SMS, werden dabei zusätzlich angegraben, der Krankenpfleger dreht ein wenig Hohl, …
Der Schlaf in einem richtigen Bett tut Alex gut. Oli nächtigte nicht weit entfernt im Zelt, vor dem eine Schulklasse bis spät in die Nacht seltsame Choreographien mit lauter Technomusik einstudierte. Mit neuen Kräften wollen wir an den Atlantik nach Swakopmund, dem nachgesagt wird deutscher zu sein als Deutschland. Kleine Papageien erklimmen vor der Abfahrt in Omaruru die Motorräder und
wollen diese nur schweren Herzens wieder verlassen. Erstmals nach Tausenden von Kilometern, dass wir in der wüstenartigen Landschaft wieder bergige Züge am Horizont sehen, da es in Sambia und Botswana sehr flach und eben war. Kurz vor Swakopmund besuchen wir ein kleines Museum, in dem eine deutsche Dampfmaschine? steht. Als wir wieder zu den Motorrädern laufen, treffen wir auf die erste deutsche Reisegruppe. Das übliche Gespräch findet statt, das allerdings mit dem Satz endet: “Wenn ihr zurück in Deutschland seid, müsst ihr aber erstmal eure Motorräder putzen.” Genau das werden wir dann auch als erstes machen. Nur wenige Kilometer weiter ist es dann soweit. Der Atlantik bis an den Horizont. Sensationell. Super. Es ist schon etwas Besonderes ein Meer zu erreichen. Man wird von dem einen auf den anderen Moment mit diesem Anblick belohnt und sieht wofür man die etlichen Kilometer auf sich genommen hat. Hier in Swakopmund wollen wir den Kopfschmerzen und anderen Symptomen nochmals auf den Grund gehen und fahren deshalb das Krankenhaus an. Nach dem fünfstündigen Aufenthalt mit vielen Tests, einem halben Liter Blutverlust und bla bla bla stellt sich heraus, dass Alex Maltafieber hat. Er bekommt nun für die nächsten zwei Wochen jeden Tag eine Spritze in den Allerwertesten.
Hier in Swakopmund vergeht die Zeit wie im Flug. In der Stadt gehts Deutsch zu. Deutsche Straßennamen, deutsche Buchhandlung, deutsche Musik, Restaurants… Nicht zuletzt fließen hierher jedes Jahr Steuergelder aus Deutschland um die Kultur aufrecht zu erhalten. Im Backpackers wird sich ein Zimmer genommen, damit wir uns richtig auskurieren können. Zugleich stößt man hier auf lustige Gesellen, wie Herrn Hühnchen, einen 79jährigen rüstigen Mann mit Berliner Schnauze. Er wird demnächst ein Buch zur “Kritik der
freudschen Tiefenpsychologie” veröffentlichen. Des Weiteren treffen wir einen Motorradfahrer, der uns nicht unbekannt ist. Spencer, ein Journalist aus England. Wir haben von Ihm Geschichten in Nairobi am Campingplatz gehört, dass er auf der Strecke von Äthiopien nach Kenia beschossen worden ist. Er hatte Glück, dass sein Bike noch bis ins nächste Dorf durchhielt. Nun können wir uns live davon überzeugen und nochmals “Danke” sagen, dass wir dort verschont worden sind. Außerdem steht ein Tagesausflug zur nebeligen Skeleton Coast auf dem Programm. Die Bikes sollen ja nicht das Rosten beginnen, was bei dem hohen Salzgehalt in der Luft nur schwer zu verhindern ist. Der Himmel zieht sich schnell zu, Nebel umringt uns, wir fahren auf einer Salzpiste Richtung Norden wo eine Mondlandschaft im düsteren Licht an uns vorbeizieht. Wir machen bei CapeCross, wo hunderttausende von Robben herumtollen, kehrt.
Der Arzt gibt uns für die Weiterreise Spritzen und Medikamente für Alex mit, damit wir nicht jeden Tag ein Krankenhaus anpeilen müssen. Als wir den Klang der Maschinen hören geht es uns gleich wieder ein Stück besser. Nur wenige Kilometer im Landesinneren wird es sofort spürbar warm, da die Kraft des Atlantiks die Winde nur begrenzt in die wüstenartige Vegetation treibt.
Wundervolle Landschaften bekommen wir zu Gesicht. Jeder Kolbenschlag bringt uns näher an die namibische Wüste. Die Farbe des ausgetrockneten Grases ändert sich mit jeder Radumdrehung und es schleicht sich roter Sand ins Bild. Die interessante Umgebung ändert sich schnell. War es eben noch flach ist es nun leicht bergig. Es ist eine Augenpracht sich hier hindurch zu bewegen. Das Besondere, was es zugleich für Fotografen schwierig macht, ist, dass man die Landschaft nur schwer einfangen kann, da diese kein richtiges pompöses Highlight bietet. Nur im Ganzen kann man die Schönheit wahrnehmen. Nach zwei Tagen Fahrt erreichen wir Sossusvlei, bekannt für die größten Dünen der Welt. Zum Sonnenaufgang und -untergang besuchen wir den Nationalpark. Die Sonne lässt das Theater der Schattenspiele und Rottöne beginnen. Minütlich ändert sich der Rotton der Dünen und die Intensität der Schatten. Alex wandert bis ganz hoch auf eine 300m hohe Düne. Danach wird das für namibische Fotos bekannte Deadvlei Opfer unserer Kameras.
Durch das Naukluft Gerbirge geht es zum Fish River Canyon. Das letzte Highlight Namibias
liegt noch vor uns. Ein Canyon ähnlich wie der weltweit bekannte in Amerika. Nach dem Sonnenaufgang in Sossusvlei, in der nambischen Wüste, wird noch eine ausgedehnte Siesta gehalten, sodass erst am Nachmittag wieder aufgesattelt wird. Doch aufgrund der fortgeschrittenen Zeit kommen wir nicht all zu weit. Auf den guten Pisten und an den am Horizont endenden Weiten ist Niemand zu sehen. Wir beschließen das Zelt hinter einem großen Busch aufzuschlagen. Vielleicht das letzte mal Bushcampen? Der Wind weht, bis uns die Sonne einen wunderschönen Sonnenuntergang in wechselnden Rottönen schenkt, ziemlich stark, sodass es beim Essen manchmal zwischen den Zähnen knirscht.
Schnell sind die Sachen am nächsten Morgen zusammengepackt. Jeder Handgriff sitzt und binnen weniger Minuten sind die Zelte und Gepäckrollen verstaut. Noch schnell den letzten Schluck Kaffee herunterschlucken und dann los. Wir wollen soviel wie möglich von der morgendlichen Kühle nutzen, denn in der Gluthitze der Mittagssonne ist das Fahren nicht immer angenehm. Über
schöne Schotterpisten geht es durch eine hügelige Landschaft, die nur eine spärliche Vegetation aufweist. Ab und an wird man auch zum Absteigen gezwungen, wenn man wieder mal ein Farmtor öffnen und dann wieder schließen muss. Der Tag vergeht auf den schaffellbezogenen Sitzbänken wie im Fluge und wir finden einen schönen Platz zum Campen unweit des “Bahnhofes” von Holoog. Wo wir und unsere Zelte nicht ganz unbeachtet bleiben werden, da am Abend ein Ranger heranbraust um uns dann verstehen zu geben, dass wir auf Privatgrund campen. Nach kurzem Gespräch dürfen wir aber bleiben und mit dem Verweis doch auf Skorpione, Schlangen und Leoparden zu achten, verlässt er uns. Leoparden sehen wir keine und das obwohl wir sogar Würstchen über den Lagerfeuer grillen. Da versteh doch einmal einer die afrikanische Tierwelt.
Am nächsten Tag setzen wir unseren Weg ungebremst fort und schießen das erste mal auf dieser Reise im warsten Sinne über das Ziel hinaus. So umfahren wir ungeplanter Weise den Fishrivercanyon was uns 140 Zusatzkilometer einbringt. Es wäre ja sonst auch zu einfach
gewesen. Zusammen mit dem nun vollständig genesenen Brett und Ham brechen wir am Abend dann zum Fischrivercanyon, dem nach den Grand Canyon zweit größten, auf. Mit seinen über 500m tiefen Schluchten ist er wahrlich atemberaubend. Man kann bis direkt an die Abbruchkanten herantreten und hinunterschauen. Wir sehen die Sonne hinter dem Canyon verschwinden und jeder genießt den Augenblick in Stille, nicht zuletzt auch weil nun das Ende unserer Reise in greifbare Nähe gerückt ist. Doch bevor wir am nächsten Tag vollständig den Wüstenstaat verlassen, kehren wir früh Morgens nocheinmal kurz zum Canyon zurück um Ihn in der Morgensonne genießen zu können. Danach finden wir unseren Weg zurück auf den Asphalt und überschreiten zur Mittagsstunde unsere letzte afrikanische Grenze. Willkommen in Südafrika!
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gibt es den Weihnachtsbericht von uns der im Schwabacher Tagesblatt erschienen ist. Ich, Alex, freue mich besonders das ich nun in den erlesenen Kreis der Leuzdorfer Gesellschaft aufgenommen wurde
Viel Spass beim lesen:
zweiter zeitungsartikel im Schwabacher Tagblatt
Aui und Alex
